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Doraemons Symphonie mit Trapcode und After Effects zum Leben erwecken Eine visuelle Symphonie für „Doraemon: Nobita’s Earth Symphony“

Anlässlich des 90. Geburtstags seines Schöpfers Fujiko F. Fujio nimmt Doraemon: Nobita's Earth Symphony das Publikum mit auf eine unvergessliche Reise, um die Welt mithilfe der Kraft der Musik zu retten. Für die Visuals des monumentalen 43. Kinofilms der beliebten Doraemon-Reihe setzte VFX-Artist Manabu Kadouno auf Trapcode und After Effects, um die Eröffnungssequenz und die visuellen Effekte zu gestalten. Kadounos einzigartiger Ansatz erweckt musikalische Noten und Melodien auf fantasievolle Weise zum Leben. 

Wir sprachen mit ihm über seine Karriere, seinen kreativen Prozess und die Herausforderungen bei der Visualisierung von Ton in der Animation.

Kadouno: Ich bin Cinematograph und spezialisiere mich auf Effekte für Animationsfilme. Nach meinem Abschluss an einer Berufsschule arbeitete ich zunächst in einem Animationsstudio, bevor ich mich selbstständig machte. Seitdem arbeite ich hauptsächlich an Kino-Anime-Produktionen. Ursprünglich hatte ich nie vor, freiberuflich zu arbeiten – eigentlich wollte ich langfristig in einem Studio bleiben. Doch nachdem ich in verschiedenen Studios gearbeitet und mehrere Umzüge sowie Personalwechsel erlebt hatte, wurde mir klar, dass ich mir meinen eigenen Platz in der Branche schaffen wollte. Diese Entscheidung hat mich letztlich auf meinen heutigen Weg geführt.

Kadouno: Ich werde oft gefragt: „Was genau bedeutet Spezialeffekte in diesem Zusammenhang?“ Es ist eine Abteilung für visuelle Effekte, in der wir uns darauf konzentrieren, durch eine auf Compositing ausgerichtete Bildgestaltung die Qualität zu steigern. Dieser Ansatz ist besonders hilfreich, wenn wir Zeit für die Entwicklung neuer Workflows benötigen oder das Team erweitern möchten, um die Produktion effizienter zu gestalten. 

Kadouno: Ich hatte zuvor bereits mit den beiden Regisseuren der Eröffnungssequenz des Films zusammengearbeitet, und diesmal haben sie mich speziell für die Gestaltung der *Fahre* kontaktiert. Im Film steht „Fahre“ für „Musik“ und wird als Kristalle, Blasen und Ringe dargestellt, die erscheinen, wenn Figuren Instrumente spielen oder singen. Die Regisseure meinten: „Das kann Kadouno bestimmt mit Trapcode Particular umsetzen.“ So bin ich zu dem Projekt gekommen.

Als ich zum Projekt stieß, waren einige visuelle Elemente – etwa die Blasen und eine regenbogenfarbene analoge Linie – bereits im ersten Trailer zu sehen. Ich wollte diese Atmosphäre aufgreifen und die bereitgestellten abstrakten *Fahre*-Elemente sorgfältig aufeinander abstimmen, um eine Szene zu schaffen, die ich als wirklich schön empfand.

Kadouno: In der Eröffnungssequenz mussten wir einen visuellen Erzählbogen schaffen, der von der Vergangenheit bis in die Gegenwart reicht – mit einem animierten Schwanenflug und koordinierter Kameraführung.

Die Platzierung der Elemente auf die Bewegung der 3D-Kamera abzustimmen, war essenziell, aber auch eine echte Herausforderung. Etwas sieht vielleicht so aus, als würde es über den Bildschirm fliegen, aber in 3D bewegt es sich kaum. In diesen Fällen war die einzige Lösung manuelle Anpassungen, die Zeit brauchten, damit es natürlich wirkte.

Kadouno: Ich wollte die neueste japanische Version von Trapcode Particular ausprobieren – und sie war wie geschaffen für dieses Projekt. Die Kristalle, Blasen und Ringe entstanden, indem Filmmaterial als Partikelquelle verwendet wurde. Die Linieneffekte wurden direkt mit Particular erzeugt und anschließend mit zusätzlichen Effekten weiter verfeinert. Besonders hilfreich waren die neuen Funktionen, mit denen sich Kugeln entlang von Linien bewegen lassen. So ließen sich fließende und nahtlose visuelle Effekte erzeugen.

Trapcode Particular war schon immer mein bevorzugtes Plugin. Je mehr ich jedoch an 3D-Anime-Projekten gearbeitet habe, desto unverzichtbarer ist es für mich geworden. Kamera- und Positionsdaten aus 3D-Software zu importieren und sie präzise mit den Kamerabewegungen abzugleichen, ist jedes Mal ein großartiges Gefühl. Da denkt man sich: „Ja! Genau so habe ich mir das vorgestellt!“ 

Kadouno: Viele meiner Projekte entstehen über Kontakte zu Menschen, mit denen ich bereits zusammengearbeitet habe. Manchmal lerne ich auch über Social Media Leute kennen. Oder ich arbeite gerade in einem Studio an einem anderen Projekt, wenn sich jemand meldet und fragt: „Wir suchen gerade jemanden, der das übernehmen kann.“ 

Kadouno: Angefangen hat alles mit meinem Blog, auf dem ich meine täglichen Experimente dokumentiert habe. Daraus entwickelten sich nach und nach längere Artikel. Irgendwann dachte ich: „Daraus könnte ich auch ein Tutorial machen!“ So viele Kreative, die ich bewunderte, teilten ihr Wissen mit anderen – und genau das hat mich dazu inspiriert, es ihnen gleichzutun.

Hier kannst du dir Kadounos Trapcode-Tutorial ansehen.

Kadouno: Ich bin immer noch nervös, wenn ich in einem neuen Studio anfange, an einem Projekt arbeite, das ich bewundere, oder Artists begegne, zu denen ich aufschaue. Manchmal frage ich mich: „Bin ich hier überhaupt richtig?“ Einmal habe ich sogar eine Gelegenheit abgelehnt, obwohl ich keinen triftigen Grund dafür hatte. Später fragte ich nach, ob ich doch noch mitmachen könnte – und genau daraus entstanden langfristige Arbeitsbeziehungen.

Wenn sich dir eine Chance bietet, hab den Mut, sie zu ergreifen. Und wenn du in das Feld der Kinematografie einsteigst, arbeiten wir vielleicht eines Tages zusammen. 


Toshihide Miyata ist Marketing- und Support-Spezialist bei Maxon.

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