CINEBENCH R11.5 Technische Informationen und FAQ
Was sind die minimalen Systemvorraussetzungen?
Der CPU-Benchmark benötigt 1024 MB Arbeitsspeicher und einen unterstützten Prozessortyp (siehe Liste), mit mindestens 1 GHz Taktfrequenz.
Der OpenGL-Benchmark benötigt eine Grafikkarte, die OpenGL 2.0 unterstützt, und die mindestens 128 MB Grafikspeicher besitzt. CINEBENCH testet selbständig, ob alle benötigten Funktionen von der Grafikkarte unterstützt werden, damit die Szene korrekt angezeigt werden kann. Sollte die Grafikkarte nicht alle nötigen Features darstellen können, oder die Geschwindigkeit der Darstellung zu langsam sein (< 1 fps), wird eine Warnmeldung angezeigt und der OpenGL-Benchmark wird nicht ausgeführt.

- Red pixels show the difference to the reference
Wie testet der MAXON CINEBENCH R11.5 die System-Kompatibilität?
CINEBENCH startet nicht auf Prozessoren, die nicht unterstützt werden. Auf Computern mit zu wenig Arbeitsspeicher für die Testszenen wird eine Warnmeldung angezeigt und der Test wird nicht ausgeführt.
Zu Beginn des Grafikkartentests prüft CINEBENCH, ob alle notwendigen Funktionen unterstützt werden. Um präzise Ergebnisse zu garantieren, vergleicht CINEBENCH ein einzelnes Testbild aus der Animation, die durch die Grafikkarte des Rechners erzeugt wurde, mit einem hinterlegten Referenzbild und überprüft, bei wievielen Pixeln diese Bilder voneinander abweichen (Reference Match). Ein geringer Unterschied liegt noch im Toleranzbereich (Pixel werden in grün angezeigt) - dieser rührt meist von leicht unterschiedlichem Shading unterschiedlicher Karten oder Treiber her. Übersteigt die Anzahl abweichender Pixel einen Grenzwert, so erkennt CINEBENCH daraus eine unkorrekte Bildwiedergabe. Dies kann z.B. auf falsch dargestellte Transparenzen, Schatten oder andere Effekte hinweisen. In solchen Fällen wird CINEBENCH eine Fehlermeldung anzeigen und die nicht übereinstimmenden Pixel in rot darstellen. Der Benchmark wird dann nicht ausgeführt.
Können Grafikkarten mit einem zu niedrigen Reference Match trotzdem mit CINEMA 4D verwendet werden?
Absolut. CINEBENCH R11.5 wurde u.a. dafür gemacht, um die Funktionen von OpenGL 2.0, wie Schatten und Transparenzen zu testen. Und der Reference Match gibt an, inwieweit diese Funktionen richtig dargestellt werden, damit der Test korrekt ausgeführt werden kann und vergleichbare Ergebnisse produziert werden - aber prinzipiell kann jede OpenGL-fähige Grafikkarte mit CINEMA 4D verwendet werden. Ein niedriger Reference Match bedeutet nur, dass nicht alle Darstellungs-Optionen von CINEMA 4D unterstützt werden.
Denken Sie auch daran, dass der Treiber einen Einfluss auf das Darstellungsergebnis haben kann. In den meisten Fällen empfiehlt es sich, die aktuellste, stabile Treiberversion zu installieren. Unter Windows finden Sie die Treiber auf den Webseiten des Grafikchip-Herstellers (meist nvidia oder ATI). Unter Mac OS X werden die Treiber automatisch mit den Software Updates installiert. Stellen Sie hier sicher, dass sich ihr System auf dem aktuellsten Stand befindet, indem Sie die Softwareaktualisierung starten.
Worin unterscheidet sich die Anzeige der Benchmark-Szene bei unterschiedlich schnellen Grafikkarten?
Wir haben einigen Aufwand in die Erstellung der CINEBENCH-Szenen gesteckt, um die etwas langweilige Aufgabe der Leistungsmessung interessanter zu gestalten. Die Autoverfolgungsjagd, die verwendet wird, ist auf eine Geschwindigkeit von 25 Bildern pro Sekunde ausgelegt. Frühere CINEBENCH-Versionen hätten diese Szene nur einfach schneller oder langsamer abgespielt – was natürlich unbefriedigend wäre. Im Gegensatz dazu ermittelt CINEBENCH R11.5 vorab kurz die ungefähre Leistung der Grafikkarte und spielt die Sequenz dann mit der geplanten Dauer von ca. 30 Sekunden ab. Schnelle Grafikkarten erzielen hierbei eine sehr flüssige, weiche und ruckelfreie Darstellung. Die Anzeigegeschwindigkeit kann dabei deutlich über dem Standard von 25 fps liegen. Langsame Karten hingegen produzieren eine deutlich ruckelnde Animation.
Wie groß ist die Szene für den OpenGL-Test?
Wenn Sie die Szene in CINEMA 4D (MAXONs führender 3D-Software) öffnen, zeigt die Szeneninformation ungefähr 225.000 Polygone an. Allerdings ist das nicht die Polygonanzahl, die von der Grafikkarte angezeigt wird. Diese liegt im Falle dieser Szene zwischen 500.000 und 1 Million Polygone. Wie kommt dieser Unterschied zustande? Zunächst einmal können Grafikkarten keine Vierecke, sondern nur Dreiecke darstellen. Dies sorgt schon einmal für eine ungefähre Verdopplung der anzuzeigenden Flächenanzahl. Weiterhin ist es notwendig - abhängig von Materialeigenschaften - Polygone doppelt zeichnen zu lassen, z.B. bei Transparenzen oder Objekten mit verschiedenen Materialien auf Vorder- und Rückseite. Tritt dies in einer Szene mehrfach auf, so vervielfacht sich auch die Anzahl der mehrfach darzustellenden Polygone. Abhängig vom Kamerablickwinkel und den Materialien kann es also sein, dass eine Grafikkarte viel mehr Polygone anzeigen muss, als die Szeneninformation vermuten ließe.
Wie groß ist der Einfluss des restlichen Systems bei der Messung der Grafikleistung?
Die Leistungsmessung der Grafikkarte unter CINEBENCH reflektiert die Leistung des Systems als Ganzes. Leider lässt sich der genaue Anteil des Einflusses des Restsystems nicht separat ermitteln. Dieselbe Grafikkarte in einem schnellen Computer wird bessere Ergebnisse erzielen, als in einem langsamen System. Hierbei wird die Leistung von verschiedenen Faktoren, wie dem Prozessor, dem Chipset und dem Memorybus beeinflusst.
Beim Design des Grafikkartentests wurde trotzdem versucht, den Einfluss anderer Systemkomponenten soweit wie möglich auszuschließen. So werden sämtliche Geometrie sowie alle Shader und Texturen vor dem Beginn der Messung in den Speicher der Grafikkarte geladen, so dass während des Abspielens kein Code nachgeladen werden muss. Dies minimiert die Systemeinflüsse weitgehend, kann sie aber leider nicht völlig ausschalten.
Wie können sich die Ergebnisse verschiedener Treiberversionen unterscheiden?
Die Treiber von Grafikkarten können die Ergebnisse des Benchmarks durchaus beeinflussen. Auf Macintosh gibt es üblicherweise nur die vom System bereitgestellten Treiber, die nicht modifiziert werden können. Unter Windows kann man jedoch alte gegen neue Treiber, oder Standard gegen gepatchte Versionen vergleichen. Die Änderungen können sich sowohl auf die Geschwindigkeit, als auch auf die Qualität der Anzeige (Reference Match) auswirken.
Was muss ich beachten, wenn ich den Geschwindigkeitsunterschied zwischen verschiedenen Treiberversionen ermitteln will?
Wichtig ist hierbei zu beachten, dass die Vergleichstests auf exakt demselben System gemacht werden, und dass keinerlei andere Faktoren verändert wurden. Auch können die Geschwindigkeitsunterschiede nicht automatisch auf andere Systeme übertragen werden. Unterschiedliche Treiber auf verschiedenen Computern (mit identischer CPU und Grafikkarte) lassen keinen aussagekräftigen Vergleich zu. Stellen Sie außerdem unbedingt sicher, dass die neuen Treiber korrekt installiert wurden. Manche Treiber lassen sich nicht einfach ersetzen, sondern müssen vorher manuell deinstalliert werden.
CINEBENCH zeigt an, dass nicht alle notwendigen Funktionen unterstützt werden - aber ich weiss genau, dass die Grafikkarte dazu in der Lage ist. Woran liegt das?
Unter Windows kann dies daran liegen, dass noch nicht der richtige Treiber installiert wurde. Wenn im CINEBENCH unter Grafiktreiber Infofeld "GDI Generic" angezeigt wird, ist noch der Standard-Treiber von Windows installiert, mit dem die Karte zwar Basisfunktionen ausführen kann, aber nicht den Benchmark. Nachdem Sie den korrekten Treiber installiert haben, stellen Sie sicher, dass dieser auch im CINEBENCH entsprechend angezeigt wird. Manche Treiber lassen sich nicht einfach ersetzen, sondern müssen vorher manuell deinstalliert werden.
Was ist mit Hintergrundprozessen? Sollten diese deaktiviert werden?
Hintergrundprozesse können einen gewissen Einfluss auf die Messungen haben und für abweichende Ergebnisse sorgen. Es ist in jedem Fall empfehlenswert, andere aktive Programme zu schließen, den Viruscheck vorübergehend auszuschalten und die Festplatten-Indexierung zu deaktivieren. Allerdings ist es unmöglich, sämtliche Hintergrundprozesse abzuschalten. Moderne Betriebsysteme benötigen zahlreiche Prozesse, die im Hintergrund laufen, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Und diese können dann auch leicht unterschiedliche Ergebnisse produzieren.
Ich habe die Tests mehrfach laufen lassen und dabei unterschiedliche Ergebnisse erhalten. Warum?
Wie oben erläutert ist es nicht möglich, bei modernen Betriebssystemen wirklich alle Hintergrundprozesse abzuschalten. Das kann ein Grund dafür sein. Ein weiterer ist, dass moderne Prozessoren (sowohl CPUs als auch GPUs) heutzutage selbständig dynamisch die Taktfrequenz ändern können, z.B. abhängig von der Auslastung und Umgebungstemperatur. Wenn ein System zu heiss wird, takten sich Prozessoren als Schutz gegen Beschädigung herunter. So kann es passieren, dass ein frisch gestartetes System in einer kühlen Umgebung schneller läuft, als derselbe Computer, der bereits seit Stunden in einem warmen Raum unter Volllast läuft.
Können Ergebnisse vom CINEBENCH R11.5 mit denen früherer Versionen verglichen werden?
Sowohl die CPU- als auch die OpenGL-Ergebnisse von CINEBENCH R11.5 können nicht mit den Ergebnissen füherer Versionen verglichen werden. Nicht nur die Testszenen wurden grundlegend geändert, auch die Software selbst wurde umfangreich weiterentwickelt, um die Leistungsfähigkeit neuer Hardware bestmöglich auszunutzen. Die Ergebniswerte wurden daher auch grundlegend geändert und liegen in einem anderen Wertebereich, um nicht versehentlich verwechselt zu werden. Werte des CINEBENCH R10 liegen im Zehntausender-Bereich, während die Werte vom CINEBENCH R11.5 ein- bzw. zweistellig ausfallen. Der OpenGL-Test gibt seine Ergebnisse jetzt in Bildern pro Sekunde (fps) aus.
