Making Of Bembel-Kalender „zweitausend zehn“

Hommage an den typischen Steinkrug, aus dem der Hesse seinen geliebten Apfelwein, Äppler, Äbbelwoi oder Schoppe trinkt.

Die ersten zwölf Motive hat Robin Pillmann für einen Kalender im Jahr 2007 realisiert. Auftraggeber war die Full-Service-Werbeagentur „Bembel“ die nach einem außergewöhnlichen Geschenk für Ihre Kunden und Freunde suchte.

Der damals in einer Auflage von 400 Stück gedruckte DIN A2-Kalender erfreute sich so großer Beliebtheit, dass der gleiche Kalender in einer Neuauflage von 1.500 Exemplaren in Zusammenarbeit mit dem B3-Verlag für das Jahr 2008 in den Handel gebracht wurde.

Die letzten Exemplare dieser Auflage verkauften sich noch Anfang 2009 – denn letztendlich wurde der Kalender nicht wegen seine Kalendariums aufgehängt, sondern wegen der Motive.
Die tolle Resonanz, die vielen Nachfragen für einen Kalender 2009 und der Ansporn durch die Agentur „Bembel“, motivierten Robin Pillmann dann so, 12 neue Motive für den Kalender „zweitausend zehn“ anzufertigen.

Seit Oktober 2009 ist das neue Werk nun im gutsortierten Buchhandel im Rhein-Main-Gebiet zu kaufen oder bei www.kaufrauscher.de online zu bestellen. Eine exklusive Version davon ist der limitierte, offizielle „Eintracht-Frankfurt-Kalender“, der ausschließlich über den Eintracht-Fan-Shop bezogen werden kann.

Die Realisierung

Im Gegensatz zu den Motiven des ersten Kalenders, die sporadisch über einen Zeitraum von ca. neun Monaten entstanden, wurden die neuen Motive innerhalb von drei Monaten - in 7-Tage/10-Stunden-Schichten - erarbeitet.

"Der Grund für die lange Arbeitszeit liegt unter anderem darin, dass für fast alle Bembel sehr viele verschiedene Versionen entstanden sind", so Robin. "Ich war während des Projekts nicht nur damit beschäftigt, ein perfektes Bild eines bestehenden Objektes zu machen, sondern musste das Objekt erst einmal erfinden, gestalten und designen. Dabei sind zum Teil bis zu 30 Versionen eines Bembels entstanden. Bei Motiven wie z. B. dem Radio, dem Roboter, dem Klavier oder dem Pokal gibt es unendliche Möglichkeiten, wie es funktionieren und aussehen kann."

Der Großteil des Projekts entstand dabei in CINEMA 4D. Alle Bilder wurden hiermit entworfen, modelliert, texturiert, beleuchtet und mit dem Advanced Renderer 3 gerendert.
Für gewisse Modellierungsarbeiten – die sich mit Standard-3D-Programmen kaum realisieren lassen – kam ZBRUSH von Pixologic zum Einsatz. "Der Weltmeisterpokal-Bembel, die Litfasssäule, das Klavier und der Halloween-Bembel profitierten hier von der guten Anbindung über Go-Z von ZBRUSH zu CINEMA 4D, die zum Glück genau während meines Projektes veröffentlicht wurde." Die daraus resultierenden Bembel-Objekte haben so zwar teils mehrere Millionen Polygone, (was eine CINEMA-Dateigröße von ca. einem Gigabyte bedeutete) ließen sich aber ohne zeitliche Einbußen rendern.

"Ich arbeite ausschließlich auf Apple-Computern; für diesen Kalender kam ein aktueller 8-core 2,26 GHz PowerMac mit 14 GB RAM zum Einsatz, der das Arbeiten und Rendern sehr komfortabel gestaltet hat. Die Motive sind final in einer Auflösung von 6.000 x 8.000 Pixeln gerendert worden. Je nach Motiv sind die Bembel entweder mit Global Illumination oder mit einem „klassischen“ Beleuchtungs- und Umgebungs-Aufbau beleuchtet", erklärt Robin.

"Es ging mir nicht darum, ausschließlich in 3D zu arbeiten, sondern ein stimmiges Gesamtergebnis, in einem vernünftigen Zeitrahmen, zu erhalten. Deswegen sind die Figuren am Krippen-Bembel, der Zerstäuber am Flakon und der Wellensittich im Fotostudio fotografiert, um dann in das gerenderte Bild retuschiert zu werden." Für diese und andere grafische Arbeiten, sowie für Satz und Reinzeichnung des Kalenders kamen dann andere Standard-Programme, wie Photoshop, Illustrator und InDesign, zum Einsatz.

Info
Robin Pillmann
artworker / diplom grafik designer
www.digitales-handwerk.de