Sofabaukasten mit Cinema 4D und Octane

Möbel zu visualisieren ist eine Herausforderung, der Christoph Schindelar mit Cinema 4D und einem speziellen Workflow begegnet.

Christoph Schindelar arbeitet als Artist, Visualisierer und Trainer. Zwei Dinge sind ihm für seine Arbeit besonders wichtig: Flexibilität und Geschwindigkeit. Erstere gewährleistet Cinema 4D, das unkompliziert und ohne Abstriche als Ausgangspunkt für seine Workflows funktioniert. Die Geschwindigkeit ergibt sich mit den Renderern und einer ganzen Reihe für Cinema 4D optimierter Plug-ins und Zusatzprogramme.
Um den Auftrag eines Kunden, 360 Sofamöbel in 60 verschiedenen virtuellen Showrooms in Szene zu setzen, im vom Auftraggeber gesteckten Zeitrahmen liefern zu können, begann Christoph Schindelar in Cinema 4D einen passenden Workflow zu entwickeln.

Die Basis waren Cinema 4D Szenen der Showrooms, die mit Objekten von 3D-Modell-Anbietern passend ausgestattet wurden. Weitere Gestaltungselemente, die es nicht von der Stange gab, wurden nach Bildern mit einem Photomodeler generiert.
Der Kern des Projektes waren die in den Showrooms in Szene zu setzenden Polstermöbel. Um diese zu erstellen, nutzte Christoph Schindelar Cinema 4Ds Stoffsimulation und bezog ein Basisgerüst virtuell mit dem jeweiligen Polster. Dank der leistungsfähigen Funktionen der Stoffsimulation passt sich hierbei das Polster automatisch dem darunter liegenden Gerüst an – inklusive der dabei entstehenden Stofffalten. Ihren letzten Feinschliff mit Nähten und weiteren Details bekamen die Sofas im Anschluss mit Hilfe der Sculpting Tools von Cinema 4D.

Nach dem Modellieren, Sculpten und Texturieren der Möbel sowie dem finalen Arrangement der Szenen begann Schindelar mit den eigentlichen Renderings, für die er Octane als Renderengine einsetze.Octane ist ein GPU-Renderer, der einen Großteil der Berechnungen an die Prozessoren der Grafikkarte delegiert und so enorm schnell rendert. Da es sich bei Octane um einen unbiased Renderer handelt, der die physikalischen Eigenschaften von Licht und Oberflächen so korrekt wie möglich abbildet, fallen die gerenderten Resultate sehr realistisch aus.

Neben der hohen Bildqualität war ein weiteres Feature von Octane für Christoph entscheidend: der Live-Viewer. Damit kann eine Szene schon während der Bearbeitung im Viewport in einem gesonderten Preview-Fenster dynamisch gerendert werden.

Die Vielfalt der Projekte, die an Christoph Schindelar herangetragen werden, haben dem Artist aber eines gezeigt: Den universellen Renderer für alle Aufgaben gibt es nicht. „Jeder Renderer hat seine Stärken und Schwächen. Octane spielt seine Stärken aus, wenn es um Automotive, Packshots oder Shots mit Image based Lightning geht. Für VFX, volumetrische Effekte und Innenaufnahmen empfehle ich eher den Arnold Renderer. Geht man noch einen Schritt weiter bei der Spezialisierung der verwendeten Werkzeuge, kann man die Qualität der Renderings in ungeahnte Höhen treiben. Wenn man z.B. Cinema 4D, das Plug-in ‚HDRI Light Studio‘ und den Octane Renderer kombiniert, erhält man den stärksten mir bekannten Workflow für Produktrenderings, Schmuckvisualisierungen und Packshots“, merkt Christoph abschließend an.

Webseiten mit Arbeiten von Christoph Schindelar:

www.artstation.com/artist/chris-3d
www.carbonscatter.com/tutorials/shindelar/index.php
www.3dvisual.at/

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