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Fußball wie gemalt

Frankreich, Land der Künstler, der Kunst, der Malerei! Inspiration für das Team bei Imaginary Forces für die Ident-Clips, die mit Cinema 4D für die 2016 Europameisterschaft geschaffen werden sollten.

Als 2016 die Fußball-Europameisterschaft ihren Schatten vorauswarf war klar, dass auch der Sender ESPN über das sportliche Großereignis berichten würde. Wie zu solchen Ereignissen üblich, brauchte man dafür ein passendes Ident-Motiv. Mit Imaginary Forces fiel die Aufgabe einem erfahrenen Team zu, das sich dazu unter anderem von der künstlerischen Tradition des gastgebenden Landes Frankreich inspirieren ließ. Voluminöse Pinselstriche, Bleistiftskizzen, Kartographie und technische Elemente im Stile der industriellen Revolution wurden zu stilgebenden Komponenten der über 200 verschiedenen Animationen, die für die Meisterschaften benötigt wurden.

 

„Die Basis unserer Idee waren reale Flächen, die wir mit Acrylfarben erzielten, die mit einem Farbspachtel großflächig verstrichen wurden. Diese Farbstreifen wurden dann in Cinema 4D mit einem speziellen Rig kontrolliert, das wiederum eine Reihe von Deformern mit einem einzelnen Schieberegler steuert. Damit konnten wir einen dicken Farbklecks in einen Farbstrich verwandeln, der sich entlang eines Spline bewegt. Dieses Setup haben wir ganz zu Anfang des Projektes entwickelt und konnten es so auf alle möglichen Motive anwenden, wie z. B. den Eiffelturm, der sich aus Pinselstrichen aufbaut.“

„Für die Clips mit den Teamwappen haben wir Sketch & Toon benutzt“, sagt Jeremy. „Dieses Tool hat bei Animationen die Tendenz dazu, Unruherauschen in den Resultaten zu erzeugen, so dass sie flimmernd wirken. Um dem vorzubeugen, haben wir eine spezielle Technik entwickelt: mit Pre-Rendering und Kameraprojektion wird das Flimmern in den Motiven reduziert. Der Eindruck, sie würden vor den Augen der Zuschauer von unsichtbaren Stiften gezeichnet, bleibt dabei aber bestehen“, erinnert sich Jeremy.

„An dem ganzen Projekt waren zwar auch andere Programme beteiligt, aber den Löwenanteil hat Cinema 4D für uns gestemmt. In der Eröffnungssequenz haben wir z. B Statuen von Spielern in dramatischen Szenen erstellt und dann mit dem Physikalischen Renderer oder V-Ray gerendert, je nach Szene.“

„Besonders das Take System ist für unseren Arbeitsablauf ein Riesengewinn und wir haben es hier ausgiebig eingesetzt. Noch heute erfüllt mich die Vorstellung mit Grausen, die Szenen ohne das Take System zum Rendern in einzelne Elemente gliedern zu müssen… Mit dem Take-System war es zwar auch kein Spaziergang, aber um so vieles einfacher“, sagt Jeremy und fügt abschließend hinzu: „Ich liebe Cinema 4D! Mit seinen unendlichen Optionen, parametrische Tools miteinander zu verknüpfen, kann ich Dinge tun, die zuvor noch niemand getan hat, und so einfach kreativ sein!“

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