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3D Animationen und VFX-Workflows für Disneys / Marvel Studios’ Doctor Strange

Die Studios Sarofsky, Perception und SPOV nutzen Cinema 4D für die inspirierende Abspannsequenz, Previz, medizinische Animationen und das neue Marvel-Studios-Logo.

Doctor Strange, der letzte Spielfilm aus dem Marvel Kinouniversum mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle, erzählt die Geschichte des Neurochirurgen Dr. Stephen Strange, der nach einem dramatischen Autounfall die verborgene Welt der Magie und anderer Dimensionen entdeckt. (Quelle: marvel.com) Die drei führenden Designstudios Sarofsky, Perception und SPOV waren an der Entwicklung der Abspannsequenzen, Previsualisierungen, medizinischen Animationen und dem Design des neuen Marvel Studios Logos für den Film beteiligt. Alle drei nutzen Cinema 4D für ihre inspirierenden Arbeiten.


Faszinierende Abspannsequenz

Cinema 4D ist seit fünf Jahren ein zentrales Produktionstool bei der designgeprägten Produktionsfirma Sarofsky. Für Doctor Strange verwendetet das Studio Cinema 4Ds MoGraph und XRefs, um komplette Renderings der Abspannsequenz (Main-On-End Title / MOE) in 2D und stereoskopischem 3D abzuliefern. Das Sarofsky-Team unter der Leitung von Erin Sarofsky und u.a. bestehend aus Executive Producer Steven Anderson, Produzent Sam Clark sowie John Filipkowski, CG-Supervisor, gestaltete eine Reihe animierter Mandalas: geometrische Muster, die metaphysisch oder symbolisch das Universum repräsentieren. Sie sollten wie Edelsteine und verwittertes Gold wirken und damit an die reiche Symbolik des Films ebenso wie an seine Motive der Wiederholung und Symmetrie anknüpfen.

Die größte Herausforderung für Sarofsky bestand darin, den Detailgrad der Mandalas festzulegen. „Als Linienzeichnungen waren die Mandalas wunderschön in ihrer Komplexität“, erklärt Filipkowski. „Aber bei der Umsetzung in 3D erwies sich diese Komplexität als sehr schwierig und an manchen Punkten nahezu unbeherrschbar, besonders, wenn wir versuchten, den Viewport zu bewegen. Der Einsatz von instanzierten Klonen und XRefs in Cinema 4D erlaubte uns, unsere Szenen, Kameraarbeiten und Animationsversuche weiterzuentwickeln, ohne dauernd auf den Computer warten zu müssen.“

„Bei einem komplexen Projekt wie den Abspannsequenzen für Doctor Strange können wir uns dank Cinema 4Ds Toolset darauf konzentrieren, was wir kreieren wollen, anstatt darauf, wie es nun genau gemacht wird“, fügt Filipkowski hinzu. „Die Möglichkeiten, die uns der Einsatz benutzerdefinierter prozeduraler Shader brachte, gab den Edelsteinen und dem Gold eine so fotorealistische Anmutung, wie wenn wir alle individuell texturiert hätten.

Doctor Strange ist bereits das fünfte MOE-Projekt, das Sarofsky für einen Spielfilm der Marvel Studios realisieren durfte. Sarofsky hatte Cinema 4D bereits bei Captain America: Civil War, Captain America: Winter Soldier und Ant-Man erfolgreich eingesetzt.

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Ein ganzes Universum für die Previz

Perception steht für Highend-Spezialeffekte mit einem Schwerpunkt auf futuristischem UI- und HUD-Design sowohl für Spielfilme wie auch für globale Technologiemarken. Cinema 4D ist dabei seit mehr als zehn Jahren zentrales Bindeglied im Workflow des Studios und wurde bereits für Marvel-Produktionen wie Iron Man 2, The Avengers, Captain America: The Winter Soldier, Iron Man 3 sowie besonders umfangreich bei Avengers: Age Of Ultron eingesetzt.

Dank Cinema 4Ds Effizienz und der intuitiven Handhabung konnte das Team dem Kunden schnell und kontinuierlich eine ganze Reihe neuer Ideen präsentieren ...

In Zusammenarbeit mit Marvels VFX-Supervisor, dem Produzenten und der Führungsriege von Doctor Strange entwickelte das Perception-Team eine Previz, die eine der bewusstseinsverändernden Sequenzen des Films “konzeptionell aufmischen” sollte. „Im Prinzip sagte uns die VFX-Abteilung die Szene ist irre – wie können wir sie noch wahnwitziger machen“, erzählt John LePore, Chief Creative Director bei Perception. „Dank Cinema 4Ds Effizienz und der intuitiven Handhabung konnte das Team dem Kunden schnell und kontinuierlich eine ganze Reihe neuer Ideen präsentieren. Wir verbrachten Wochen mit dem Austausch von Dokumenten, vollgepackt mit hyperabstrakten Ideen und Konzepten. Alle, die wir im Bewegtbild testen mussten damit das Marvel-Team eine bessere Vorstellung davon bekam, wie die Effekte live wirkten, wurden in Cinema 4D umgesetzt.“

 

Vorhang auf für das animierte Marvel Studios Logo

Zusätzlich zu den Previz entwickelte Perception auch das neue animierte Logo für die Marvel Studios, das seine Premiere am Anfang von Doctor Strange hatte und ab jetzt im Vorspann jedes neuen Marvel Studios Films zu sehen sein wird.

„Cinema 4Ds physikalischer Renderer, die MoGraph-Module und besonders das ProjectionMan-Toolset halfen uns, ein sehr schönes Konzept dreidimensional zum Leben zu erwecken. Außerdem lieferte uns die Software die nötige Flexibilität, eine Textur zu projizieren – und bei Revisionen auch zu re-projizieren – die aus mehr als 80 Materialelementen bestand.“

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Minutiöse medizinische Bildschirmgrafiken

SPOV sind bekannt für ihre erfolgreichen Arbeiten in der Welt der Videospiele, darunter das „Call of Duty”-Franchise und Titanfall 2, ebenso wie für das Production Design großer Spielfilmprojekte wie Mission Impossible – Rogue Nation. Cinema 4D ist seit neun Jahren bei ihnen im Einsatz und spielt bei fast allen Projekten des Studios eine wichtige Rolle.

Doctor Strange kam über Art Director Alan Payne zu SPOV. Das Studio sollte eine Reihe medizinischer Bildschirmgrafiken und Visualisierungen medizinischer Verfahren entwerfen und animieren, die immer wieder im Film auftauchen und deshalb glaubwürdig, akkurat und “sexy” sein sollten.

Mit Cinema 4D bekommen wir die Highend-Fähigkeiten, die wir für hochbudgetierte Games und Filme brauchen, und alle anderen Vorteile eines Weltklasse-3D-Tools ohne uns mit jahrelangem technischen Training quälen zu müssen ...

In enger Zusammenarbeit mit dem On-Set Supervisor von Compuhire, Mark Jordan, erschuf das SPOV-Team – Kreativer Leiter Miles Christensen, die Designer Paul Hunt, Julio Dean und Adam Roche sowie Produzentin Emma Middlemiss – eine riesige Menge detaillierter Sculptings direkt in Cinema 4D. „Wir reizten auch denProxima-Shader voll aus, um sanfte, responsive, geisterhafte Effekte zu kreieren, die die Hirnverletzungen des Opfers sichtbar machten“, erklärt Allen Leitch, Gründer und Kreativdirektor bei SPOV.

„Mit Cinema 4D bekommen wir die Highend-Fähigkeiten, die wir für hochbudgetierte Games und Filme brauchen, und alle anderen Vorteile eines Weltklasse-3D-Tools ohne uns mit jahrelangem technischen Training quälen zu müssen“, fügt Leitch hinzu. „Ob wir eine Idee für ein revolutionäres fliegendes Auto haben, ein lebensrettendes Medizinprodukt oder eine 12-köpfige kybernetische Games-Figur: Die Werkzeuge in Cinema 4D behindern uns nie im kreativen Prozess, sondern helfen uns im Gegenteil, schnell den effizientesten Weg zum gewünschten Ergebnis zu finden und dabei die Rechenzeit effektiv zu verringern.“

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Doctor Strange kam am 27. Oktober 2016 in die deutschen Kinos.

Weitere Informationen zu den Workflows hinter den Arbeiten zu Doctor Strange finden Sie auf den Webseiten der Studios:

Sarofsky – Abspannsequenzen:  http://www.sarofsky.com/
Perception – Logo Marvel Studios:
http://www.experienceperception.com/case-study/marvelstudios/
SPOV – medizinische Animationen: http://www.spov.tv/portfolio/doctor-strange/