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Sportschau Rebranding

Für Sportfreunde ist die Sportschau eine Konstante unter den Sport-TV-Formaten. Diesem Klassiker ein neues Aussehen zu geben, war keine triviale Aufgabe.

Es gab einmal eine Zeit, da waren die öffentlich-rechtlichen Sender der alleinige Hort des Sportes im deutschen Fernsehen. Seither ist viel passiert, es buhlen viele Formate um die Gunst der Zuschauer und tun dies mit jeder Menge Augenzucker! Als reichweitenstärkstes Format brauchte die Sportschau ein neues, repräsentatives Outfit. Die Aufgabe, dies zu gestalten fiel BDA Creative zu, die sich im Pitch mit ihren Ideen gegen vier Wettbewerber durchsetzen konnten. Creative Director Tim Finnamore merkt dazu an: „Die ikonographische S-Form wurde in unserem Konzept zu etwas, das bei Einzelereignissen und Veranstaltungen Logos oder andere Marken umarmen konnte. So wird schon in der ersten Sekunde verdeutlicht: Die Sportschau ist der Gastgeber für den Content der einzelnen Veranstalter.“

Als die Idee vom fließende ‚S‘ als Kern des Konzeptes feststand, galt es, das Erdachte in Szene zu setzen, was letztlich mit Cinema 4D erfolgte. Die Strukturen aus fliegenden Chromsträngen, leuchtenden Punkten und in Pixeln strukturierten Hintergrundsphären erforderte einiges an Know-how in der Umsetzung. Insbesondere das „S“ im Zentrum der Struktur, das sich aus Chrombändern bildet und dann in eine Kugel umwandelt, war eine Herausforderung. Ein Arrangement aus mehreren Wrap-, Taper- und Twist-Deformern war nötig, um die gewünschte S-Form zu schaffen. Mit der Cloth-Surface-Funktion wurde dem Objekt die nötige Tiefe verliehen; ein Subdivision-Surface-Modifikator sorgte für die nötige Glätte des Objektes und dafür, dass Ecken und Kanten überall leicht gerundet erscheinen.

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Im Supersportjahr 2016 zeigte das Branding-Konzept von BDA Creative bereits zu vielen Gelegenheiten, wozu es in der Lage ist. Die Verbindung, in der das neue Logo der Sportschau mit denen von Veranstaltungen wie Olympia oder der Tour de France erschien, zeigt die Wirkung des Rebrandings: Die gastgebende Sportschau und das jeweilige Sportereignis werden gleichwertig auf dem Bildschirm präsentiert.

Gerendert wurde in verschiedenen Durchgängen extern in Octane. In After Effects wurden diese Elemente zusammengeführt und zum gewünschten Endergebnis kombiniert. Es gab jedoch Probleme mit den Positionen, die sich im Laufe der Animation zu ändern schienen und daher im Compositing nicht zu den gewünschten Resultaten führten. Wie sich zeigte, wurde dies durch die verwendeten Warp-Modifikatoren verursacht. 

Als wir schließlich herausgefunden hatten, was unsere Probleme verursachte“, erinnert sich Geschäftsführer Benjamin Kerneck, „haben wir mit XPresso eine Schaltung gebaut, die uns die benötigten Koordinaten einfach an den Warp-Modifikatoren vorbei schleuste, so dass wir am Ende die Animation und die nötigen Daten für das Compositing erhielten!“

Letztlich wurde das Projekt Sportschau-Rebranding ein Erfolg, der beim Auftraggeber und den Zuschauern positive Resonanzen fand. „Cinema 4D ist intuitiv und erschließt sich leicht, was die Voraussetzung für Experimente auch bei laufendem Projekt ist. Zudem ist die Anbindung an After Effects perfekt und sorgte so für einen reibungslosen Workflow bei diesem Job“, stellt Benjamin Kerneck resümierend fest.

BDA Creative Webseite

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