
Non-lineare Animation
Die Animationsfunktionen von CINEMA 4D wurden mit Release 11 massiv überarbeitet. Eines der großen Highlights der neuen Version ist die Non-lineare-Animation, mit der komplexe Bewegungen nun aus mehreren einzelnen Komponenten nahtlos zusammengesetzt werden können. Dabei ist sowohl ein Aneinanderfügen wie auch ein Übereinanderlegen möglich.
Animation Layer
Diese Funktion kann man sich in etwa wie die Ebenen in einem Bildbearbeitungs-Programm vorstellen. Eine Ausgangsbewegung (sagen wir eine Rechts-links-Bewegung) bildet die Basis. Eine weitere Bewegung (diesmal auf und ab) wird als Ebene darübergelegt.
Da das Mischungsverhältnis frei bestimmt werden kann und auch die Zeitpunkte variiert werden können, lassen sich aus den zwei einfachen Grundbewegungen vielfältige Mischungen erzeugen, ohne dass Keys umarrangiert werden müssten. - Dies funktioniert natürlich auch mit komplexen Bewegungen von ganzen Objekt-Hierarchien wie z.B. ganzen Figuren.
Motion Clips
Vor allem für immer wiederkehrende Bewegungsabläufe von komplexen Objekthierarchien, wie sie bei der Characteranimation, aber auch z.B. bei der Simulation von mechanischen Gerätschaften auftreten, eignen sich Motion Clips. Steht einmal eine festgelegte Hierarchie für die zu animierenden Objekte oder Figuren, können nun die einzelnen Bewegungsabläufe separat angelegt und in einer Bibliothek abgelegt werden.
Im Anschluß daran können aus diesen Komponenten aufwendige und lange Bewegungsabläufe zusammengesetzt werden. Dabei werden automatisch weiche Übergänge zwischen den einzelnen Clips erzeugt. Ebenso lassen sich einzelne Teile der Hierarchie von einer Bewegungsmischung ausklammern und anderweitig kombinieren.
Pivots
Diese kleinen Helfer sind besonders nützlich, wenn z.B. eine laufenden Figur die Richtung ändern soll, ohne dass die Laufbewegung selbst verändert werden soll, oder wenn sich die Figur auf einmal auf einem bewegten Untergrund befindet. In diesem Fall braucht nur der Pivot animiert, also z.B gedreht oder verschoben zu werden, und schon folgt die Figur "auf dem Fusse".


