MINI CABRIO - Röntgenoptik, Charakteranimation und virtuelle Steerweiterungen mit CINEMA 4D

Always Open - das ist der internationale Claim für das MINI CABRIO. Die Effekt-Etage war als Berater und Supervisor tätig, und führte die gesamte Postproduktion (virtuelle Seterweiterung, Charakteranimation, Colorcorrection, Tracking, Kameramatching, Retuschearbeiten…) aus.











BBDO InterOne, die Onlineagentur für MINI und BMW, entwickelte im Frühjahr 2003 die Idee, Möglichkeiten, die Broadband und Flash bieten voll auszureizen.

Mit Video und Sound wird hier die Geschichte zweier Freunde erzählt, die gemeinsam mit ihrem Hund Spike 24-Stunden in dem natürlich „immer offenen" MINI Cabrio verbringen. Der Reiz dieser Anwendung liegt in der geschickten Kombination aus Film, Sound und Flashsequenzen, die die Schnittstelle zwischen Interface und Film teilweise ganz vergessen lassen.

In zwei der insgesamt sechs erstellten Clips wurden mit Hilfe von CINEMA 4D virtuelle Seterweiterungen erstellt, sowie ein 30 Sekunden Teilclip komplett animierte. Darüber hinaus wurden zahlreiche Previsualisierungen mit CINEMA 4D in der Preproduktionsphase erstellt.

Röntgenlook und Charakteranimation

Im Clip X-RAY bekommt der User eine „Röntgenbrille aufgesetzt". Danach sieht er das MINI CABRIO und die Skelette der Darsteller in einer Mischung aus dem Look von Nachsichtgeräten und Röntgenaufnahmen.

Um dieses zu erreichen, wurde mit einem Shader, der über eine Fall OFF Map die Transparenz der Objekte steuert, gearbeitet. Wird senkrecht auf eine Fläche geschaut, wird sie transparent, wird schräg auf sie geschaut, wird sie additiv zum Hintergrund hinzugefügt. Gerendert wurde in mehreren Pässen um später im Compositing maximale Einflussmöglichkeiten zu haben. Hier wurde auch der Nachtsichgerät-Anteil des Looks erzeugt. Dieses geschah durch Hinzufügen von Bildstörungen und Bildausfällen, Grain sowie eines Zeileneffekts.

Für die Skelette der Darsteller und des Hundes wurden Charaktersetups erstellt. Als Basis für das Hundeskelett diente das Menschenskelett. Die Knochen wurden etwas modifiziert und neu angeordnet. Lediglich der Kopf wurde neu modelliert.
Die Charakteranimation war dank der Charaktersetup-Überarbeitung in CINEMA 4D effektiv und komfortabel zu erstellen.

Das reale Set (ein Parkdeck in im kalifornischen San Diego) wurde in CINEMA 4D nachgmodelt und die Kamera zu den Referenzaufnahmen gematcht. So war der teilweise Ausfall des Röntgenlooks realisierbar.

Virtuelle Seterweiterung

Im Clip Autokino wurde eine komplette Leinwand in CINEMA 4D erzeugt und mit Combustion integriert.

Hierzu wurde auf dem Set an der Stelle der Leinwand Trackingpunkte gesetzt. Diese wurden im Compositing per Corner Pinning getrackt. Die in CINEMA 4D modellierte und in einer hohen Auflösung gerenderte Leinwand wurde im Compositing integriert.

Aufgrund der hohen Absturzsicherheit, dem komfortablen und schnellen Netzwerkrenderer, sowie der guten Arbeitsperformance hat uns CINEMA 4D auch in diesem Projekt wieder voll überzeugt.

Infos
Postproduktion- / On Setsupervisor: Holger Schaal, Björn Kowalski (www.bjoernkowalski.de)
Compositing- / 3D Artist: Andreas Böttger
Charakter Animation: Torsten Räbiger


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