8 Mann, 9 Monate und 400 Visual-Effect-Shots waren Nötig um die höllische 12. friesischen Elf-Städte-Tour nachzustellen.
Etwa 400 Visual-Effect-Shots sind das Ergebnis von 9 Monaten Post-Production in denen das 8-Mann-starke Team von PLANET X FX versucht hat, die höllischen Umstände der 12. friesischen Elf-Städte-Tour (Elfstedentocht) von 1963 nachzustellen.
Neben den Schneestürmen und den eisigen Wetterbedingungen war PLANET X FX für die komplett am Computer entstandenen schneebedeckten friesischen Städte, wie z.B. Stavoren und Hindeloopen verantwortlich. Außerdem wurden den verschneiten Landschaften, die in Lappland gefilmt wurden, typisch friesische Hintergrundelemente wie Windmühlen, Bauernhäuser und Dorfszenerien hinzugefügt.
Hinzu kamen computergenerierte Karten von Friesland, welche die Routen der Eisläufer zeigten und wichtig für den erzählerischen Teil des Films waren.
Um die Energie und das enorme Ausmaß eines solchen nationalen Events greifbar zu machen, wurde ein in-house-entwickeltes Crowd-Simulation-System benutzt, um tausende von künstlichen Darstellern jeder Szene hinzuzufügen. Hierbei kamen Thinking Particles und MoGraph zum Einsatz, um aus vorhandenen Live-Action-Aufnahmen in Verbindung mit animierter Geometrie große Menschenmengen zu erzeugen. Sogar der Beinahe-Einbruch der gewaltigen Eisfläche am Ziel wurde spektakulär mit 3D-Computeranimation in Szene gesetzt.
Damit bei verschiedenen Szenen die Kamera bis in die Wolken hochgezogen werden konnte, musste sichergestellt werden, dass das Live-Material nahtlos in eine CG-Ansicht übergehen konnte. Das Kameramapping von CINEMA 4D half den Kreativen von PLANET X FX bei der Umsetzung der Anforderungen.
Einer von Regisseur Steven de Jongs Wünschen war es, den Schneesturm als großen, weißen Wolf darzustellen. Daraus resultierte ein computergeneriertes 3D-Model eines Wolfes, das buchstäblich einen Schweif aus Schnee und Nebel hinterlässt und damit die im Titel genannte „Hölle“ erzeugt. Dabei bemühte man sich besonders, diesen Wolken-Elementen eine überzeugende Dynamik zu verleihen.
Die bis zu 200 MB großen Szenen wurden in 2k-Auflösung mit bis zu 20 Multi-Pass-Ebenen auf 8 Quadcore-Systemen gerendert und im Compositing mit After Effects weiterverarbeitet.
Mit der Arbeit an De Hel van ’63, wurde ein neuer, mutiger Schritt bei der Anwendung von visuellen Effekten in niederländischen Kinofilmen gemacht.
„Ich bin immer noch erstaunt, wie flexibel es [CINEMA 4D] ist und in welche verschiedenen Formen man es für jedes einzelne Projekt pressen kann.“
Martin Venema, VFX Producer
Kunde
De Hel van '63 Film BV
www.dehelvan63.nl
Spezialeffekte
PLANET FX - www.planetxfx.com / www.planetx.nl