Eine magische Reise durch Realaufnahmen, Fotografien, 3D und Grafikeffekte, realisiert mit CINEMA 4D.
Regisseur Doug Purver setzt auf CINEMA 4D für die Umsetzung einer magischen Reise in seinem Kurzfilm “Omar and His Skyhook”. Ein Kurzfilm, der auf künstlerische Weise Realaufnahmen, Fotografien, 3D und Grafikeffekte miteinander vereint.
Er kann nicht genau sagen woran es liegt, aber so lange er sich zurück erinnern kann, hatte Doug Purver schon immer ein besonderes Faible für Fische. Somit ist es auch kein Wunder, dass in seinem neuen Film “Omar and His Skyhook” (Teilnehmer des LA Short Film Festivals im letzten Monat) genau diese Tiergattung mehr oder weniger zum Protagonisten wurde.
Purver, ein in New York ansässiger Regisseur und einziger Mitarbeiter seines “Ein-Mann-Kreativdienstleistungsstudio” Roadnorth startete das Projekt als Teil von “Psst!3”, eine Filmgemeinschaft bestehend aus diversen Animatoren, Regisseuren, Komponisten und Designern, die in Teamarbeit Kurzfilme realisieren. Purver stellte aber sehr schnell fest, dass er abgesehen von seiner Teilarbeit im Team genügend Material zusammen hatte, um einen Film mit MAXONs CINEMA 4D und Adobe After Effects im Alleingang umzusetzen.
Der fast dreiminütige Film erzählt die Geschichte von Omar, einem kleinen Jungen, der sich danach sehnt, mit seinem Großvater fischen zu gehen. Doch als der alte, müde Mann seinen Enkel wegschickt, um weiterschlafen zu können, nimmt Omar seine Sehnsucht selbst in die Hand. Beim Versuch einen Fisch aus den Wolken zu angeln, taucht nach kurzzeitigem Erfolg ein riesiger, furchteinflößender Raubfisch auf, um sowohl den soeben gefangenen Fisch am Haken zu verschlingen, als auch den ahnungslosen Jungen mitsamt der Angel, auf eine abenteuerliche Reise gen Himmel zu befördern, die auf künstlerische Weise live Action Aufnahmen mit Stills, 3D und anderen Grafikeffekten vereint. Inspiriert durch Charlie Chaplin und Buster Keaton Filme, die er zu diesem Zeitpunkt verschlang, entschied Purver dem Film einen körnigen, flackernden Look zu verpassen. Musik und Sound wurden vom Q Department beigesteuert. Es dauerte ca. ein Jahr der gelegentlichen Arbeit an dem Film, bis Purver und seine Crew von talentierten Freunden den Film fertig stellten, der Teil des “SHOOT's New Directors Showcase” Events im Mai war.
Nachdem die Aufnahmen "im Kasten" waren, die auch einige Green Screen Shots von Omars Flug gen Himmel beinhalteten, fertigte der Editor Ryan McKenna einen groben Filmschnitt an, bevor das eigentliche Compositing und die Animation begann. “Ich habe in der Vergangenheit schon oft mit Ryan gearbeitet und er weiß genau, dass Live Action längst nicht alles ist und die Grafiken und Effekte zur Fertigstellung viel mehr Zeit in Anspruch nehmen.” sagt Purver.
Die mächtige Skyline in der Parkszene des Kurzfilms wurde digital erstellt. Hierfür nutze Matte Painter Mara Smalley Fotografien und Texturen, die er in Photoshop miteinander mischte. Um den Himmel mit Fischen zu bevölkern, nutze Purver zuvor gekaufte Fischmodelle die er in CINEMA 4D teilweise neu texturierte und animierte.
Der herausvordernste Fisch war der, in den sich Omar selbst gegen Ende des Films verwandelte. Es war so schwierig, da Purver mit einem einfachen Modell begann um dann nach und nach immer mehr Details einzuarbeiten die an Omars Aussehen mit dem Federhelm angeglichen wurden. “Ich benutzte beispielsweise CINEMA 4Ds Hair Modul um sehr dünne Haare zu erzeugen, die von den Spitzen der Flügel runterhingen und unter dem Kinn wuchsen.” erklärt Purver.
Purver, der CINEMA 4D jetzt seit 3 Jahren nutzt, war beunruhigt wie er die Fische realistisch animieren sollte, bezüglich der Tatsache, dass ihm hierfür einfach die Zeit, das Budget und die Erfahrung zum Riggen der einzelnen Fische fehlte. Um so glücklicher war er, als er feststellte, dass er hierfür das MoGraph Modul mit seinem Spline-Wickler Deformer Zweckentfremden konnte um den Fischen den nötigen Flügelschlag und Biegung zu geben während sie im Himmel umherschwammen. “CINEMA 4D ist einfach unglaublich. Ich kann mit wenig Wissen an das Programm gehen und erhalte trotzdem Ergebnisse in einem fantastischen Look.” sagt er.
Omars Nemesis, der böse Fisch, wurde von 3D Modeller Dave White mit Maya erstellt. Als das Modell fertig war, importierte Purver es in CINEMA 4D und nutzte BodyPaint 3D um ihn zu texturieren. Und wieder sagte er mit einem Lachen “Ich lernte das Programm während ich damit arbeitete .” Die willkürlichen Fischanimationen am Himmel wurden ebenfalls in CINEMA 4D erstellt, bevor sie dann mit dem MoGraph Cloner Objekt dupliziert und repositioniert wurden, um kleine Fischgruppen zu bilden. Durch den Spline-Wickler Deformer auf den der Fisch in CINEMA 4D gesetzt wurde, war Purver in der Lage es so aussehen zu lassen, als würde der Fisch die Kamera die ganze Zeit verfolgen. “Ich habe den Fisch hin und hergebogen um es so aussehen zu lassen als würde er in alle Richtungen fliegen.
Filmlink im MAXON YouTube Channel:
http://www.youtube.com/watch?v=p-NjmBx_-1Q&feature=channel_page
Website:
http://www.Roadnorth.com