renderbaron visualisiert Wissen zur Primetime.
"Abenteuer Wissen" ist ein Fernsehmagazin des Zweiten Deutschen Fernsehens, ZDF, welches Themen aus Wissenschaft und Technik allgemeinverständlich darstellt. Die taglicht media GmbH, eine Kölner Film- und Fernsehproduktion, produziert hierfür regelmäßig dokumentarische Filmbeiträge.
Um Wissenschaft erzählbar zu machen, unsichtbare oder hochkomplexe Vorgänge verständlich darzustellen, bedarf es geeigneter bewegter Bilder, die der Düsseldorfer Diplom-Designer Marc Potocnik mit CINEMA 4D zum Leben erweckt.
Unter dem Namen "renderbaron" arbeitet Marc Potocnik seit 2001 als Spezialist für 3D-Visualisierung und Visual Effects. Er realisierte bereits Projekte für renommierte Endkunden wie BMW, ZDF, BMBF, O2, Actionconcept, PorscheDesign u.a. und für eine Reihe mittelständischer Unternehmen.

Im Auftrag von taglicht media erstellt Marc Potocnik mit CINEMA 4D Animationen für "Abenteuer Wissen". Dabei überschreitet der Designer gerne die Grenzen zwischen Visualisierung und Visual Effects: "Bei der Realisierung von 3D-Animationen zur Erklärung wissenschaftlicher Zusammenhänge bietet eine eher filmische Herangehensweise eine stärkere emotionale Ansprache als es das nüchterne Aufzeigen der bloßen Vorgänge leisten kann. Kameraführung, Szenen-Auflösung und die Qualität der 3D-Renderings tragen entscheidend dazu bei", erklärt Marc Potocnik.
Für die Erklärung globaler Vorgänge, etwa bei der Ortung seismischer Wellen oder beim weltweiten Wassermangel, erstellte Marc Potocnik z.B. ein hochrealistisches Erdmodell, welches erst in späteren Kameraeinstellungen mit Infografik-Elementen angereichert wird. "Dieses Erdmodell bedient filmische Sehgewohnheiten. Dabei besteht es lediglich aus drei Kugeln, diversen Shadern, NASA-Texturen und späterem Compositing in After Effects. Und es funktioniert - gerade der Ebenen- und der Fresnel-Shader leisten bei der Nachahmung atmosphärischer Effekte, dem Querschnitt durch den Erdball aber auch bei den späteren Infografik-Elementen gute Dienste", so der Designer.
Die Shader von CINEMA 4D nutzte Marc Potocnik auch ausgiebig bei der rein prozeduralen Textur einer westfälischen Landschaft samt Erdschichten-Querschnitt. Auch hier bilden Ebenen- und Noise-Shader die Basis.

Im taglicht medias Filmbeitrag zur globalen Wasserknappheit erzählt Marc Potocnik per 3D-Animation bildlich die Suche von Forschern nach unterirdischem Süsswasser in der Steppe Namibias. Hierzu sollte gemäß dem Vorbild ein Helikopter eine elektromagnetische Sonde über eine ausgedehnte Steppenlandschaft tragen. Eine filmische Kameraführung und die detaillierte Ausgestaltung der Szene - von der trockenen Steppe, der kargen Vegetation bis hin zu einzelnen Lehmhütten und dem nahenden Forschungs-Helikopter - verliehen der 3D-Szenerie die angemessene Dramatik.
Als Szenenbasis diente eine einfache Landschaftsfläche mit gebackenen prozeduralen Shadern für Sand, Geröll und Fahrtwege. Als Himmel und horizontnahe Bergkette diente ein simpler Farbverlauf. Die Vegetation beruht auf drei Original-Modellen eines Buschs, Strauchs und Baumes die mit dem CINEMA 4D-Plugin DPIT 3.5 als echte Instanzen zu etwa 13.000 Stück vervielfältigt und via Bitmaptextur komfortabel in der Landschaft verteilt wurden. Das Zentrum der Szene bildet eine Siedlung mitten im Nirgendwo, für die Marc Potocnik karge Lehmhütten modellierte und mit Bildtexturen und prozeduralen Shadern belegte. Ausserdem ziehen mittels Pyrocluster animierte Staubschwaden zwischen den Häusern umher.
"Die Beleuchtung der Szene ist denkbar einfach. Siedlung, Helikopter und Co. wurden neben direkter Beleuchtung jeweils mit eigenen Lichtdomes oder Punktlicht-Arrays beleuchtet, um indirektes Licht zu simulieren. Ambient Occlusion kommt zum Einsatz, wurde teilweise jedoch durch geschickt platzierte Farbverlaufs-Shader oder Schattenwerfer-Lichtquellen simuliert. Global Illumination blieb, wie in allen meinen Arbeiten, ganz ausgeschaltet", so Marc Potocnik.
Zusammen mit der legendären Rendergeschwindigkeit von CINEMA 4D resultierte dies in entsprechend kurzen Berechnungszeiten, nämlich 30 Sek. - 2 Minuten pro Frame in 1024 x 576 Pixeln auf einem Apple Mac Pro Dual Quadcore 3,2 GHz. Im Compositing wurden noch Bewegungsunschärfe, chromatische Aberration, Vignette und Kamera-Schütteln hinzugefügt.
Über das Projekt hielt Marc Potocnik bereits einen Fachvortrag auf der Maxon-Roadshow in Düsseldorf. Die nächsten Animationen für "Abenteuer Wissen" sind bereits in Arbeit. Statt in der Wüste kommt CINEMA 4D bei renderbaron diesmal auf dem Meeresboden zum Einsatz. Mehr dazu demnächst.
www.renderbaron.de
www.taglichtmedia.de
www.abenteuerwissen.zdf.de