Der Timekeepers Trailer entstand als Teil einer Studienarbeit von vier Studenten.
Der Timekeepers Trailer entstand als Teil einer Studienarbeit von vier Studenten. - Kathrin Günther, Monika Weichmann, Jonas Pilz und Martin Höhnle - der Hochschule Ansbach im Fach Multimedia und Kommunikation mit dem Schwerpunkt „3D Graphics".
Das elf Monate dauernde Projekt, von denen allein 3 Monate am Konzept gearbeitet wurde, begann mit der Idee, dass eine fantastische Welt von einem riesigen Uhrwerk im Erdinneren zusammengehalten und angetrieben wird. Dieses Uhrwerk wird von den Timekeepers bewacht, fantastischen Kreaturen, die von den Bewohnern der Welt, ähnlich Göttern, verehrt werden. Viele Mythen und Legenden ranken sich um die maskierten Wächter und das Uhrwerk. Auch die kleine Layla kennt die Legenden und möchte die Zeit mit Hilfe der Uhr zurückdrehen, um ihre Familie zu retten.
Die ganze Geschichte soll in Form eines Computerspiels erzählt werden, das sich derzeit in der Umsetzung befindet. Der „Film" ist der Trailer für das Spiel und stellt die Hintergründe der Geschichte dar.
„Es gab viele technisch anspruchsvolle Elemente.“, erinnern sich die Macher. Angefangen beim Rigging, das mit dem CINEMA 4D Modul MOCCA erledigt wurde, wie auch die Animation der Charaktere. Die schwebenden Treppen, deren Stufen mit Ketten verbunden sind, wurden mit der SoftIK von MOCCA dynamisch animiert. Beim komplexen Setup des Uhrwerks hat man sich auf XPresso verlassen und die einzelnen Zahnräder mit zahllosen Schaltungen ineinander greifen lassen. So war das gesamte Uhrwerk mit wenigen Controllern „im Sekundentakt“ zu steuern.
Beim aufwändigen Compositing hat den Studenten die gute Anbindung an After Effects viel Arbeit abgenommen. Das Exportieren der 3D Daten in Verbindung mit dem „Externe Komposition“-Tag von CINEMA 4D funktionierte „wirklich super“.
Die verschiedenen Aufgabenbereiche wurden unter dem vierköpfigen Team aufgeteilt und jeder arbeitete recht lange alleine an seinem Part. Als dann zwei Monate vor Abgabe die erste Szene im finalen Look zusammengesetzt war, gab das noch mal einen enormen Motivationsschub für das ganze Team, weil man dann sehen konnte, wofür bisher so hart gearbeitet wurde.
Um die Deadline zur Abgabe einhalten zu können, war CINEMA 4Ds NET Render unentbehrlich. „Hätten wir das 3D Labor der Hochschule nicht als Renderfarm nutzen können, wären wir nicht rechtzeitig fertig geworden. 19 iMacs haben 3 Wochen lang Tag und Nacht an dem Projekt gerendert.“, erzählt das Team.
Dabei passierte die schwerwiegendste Panne ausgerechnet eine Woche vor Abgabe des Projekts. „An diesem morgen fuhr auf einmal der Rechner mit den Compositing-Daten nicht mehr hoch. Das Mainbord hatte seinen Geist aufgegeben. Doch dank tollem ‚Krisenmanagement’, schnell ausgebauten Festplatten und noch längeren Nachtschichten konnten wir die Deadline (mit zwei Stunden Toleranz) gerade so einhalten.“
„CINEMA 4D war für unser Team ein tolles Werkzeug, weil es sehr leicht ist, sich in neue Bereiche der Software einzuarbeiten, und man so schnell zu guten Ergebnissen kommt. Außerdem hat uns das Projection Painting in BodyPaint 3D beim Texturieren wirklich gute Dienste geleistet.“
Timekeepers gewann den Preis für 3D-Animation bei der Filmnacht der Hochschule Ansbach 2009.
Webseite
www.timekeepers-online.de