"Paste of Love" ist eine Liebesgeschichte zwischen dem Streifen Zahnpasta Frank und der elektrischen Zahnbürste Nancy.
Aus dieser zugegebenermaßen etwas schrägen Idee, die uns während einer Zugfahrt von Frankfurt nach Mainz kam, machten wir Nägel mit Köpfen. Wir wollten in diesem Semester den kompletten Produktionsablauf einmal komplett durchlaufen und entschlossen uns, diesen Film zu realisieren. Besonders wichtig war uns, gut organisiert an das Projekt heranzugehen. Wir begannen mit der Preproduction. Wir erstellten mehrere Layouts für das Badezimmer, durchwühlten Einrichtungskataloge nach passenden Gegenständen und definierten somit einen klaren Look unserer Szene. Parallel dazu entstand ein detailliertes Storyboard und später auch ein Animatic, in dem wir bereits den Schnitt festlegten. Dieses Animatic bekam auch unser Komponist Ben Krahl, der uns die Musik passend zu unseren Wünschen komponierte. Das Design von Frank begann mit Skizzen. Danach modellierten wir ihn aus Gips um zu sehen, wie er dreidimensional wirkt. Das hat uns auf jeden Fall sehr geholfen. Bei Nancy war uns wichtig, dass man eindeutig erkennt, dass es eine Zahnbürste ist. Gleichzeitig sollte sie aber auch elegant und feminin aussehen.
Eine große Herausforderung war das Rigging der beiden Figuren. Bei Frank kam ein Spline-IK Rig zum Einsatz. Die Gesichtsausdrücke wurden über Morphtargets realisiert. Die "Schmalzlocke" an seinem Kopf wurde per Soft-IK dynamisch und konnte per XPresso mit eigener Animation gemischt werden. Bei Nancy waren die Borsten die größte Hürde. Nach vielen Experimenten bauten wir die Borsten mit Hilfe des HAIR Moduls. Eine XPresso-Schaltung gab uns Kontrolle über Länge, Krümmung und Ausrichtung der einzelnen Börsten. Mit diesem Setup war es uns möglich, Nancy's "Gesicht" zu animieren.
Um eine schummrige Atmosphäre zu erzeugen haben wir uns beim Einleuchten der Szene viel Zeit genommen. Wir haben viel mit den Lichtern experimentiert, was sich im Endergebnis auch widerspiegelt.
Gerendert wurde mit Global Illumination und Ambient Occlusion. Der Advanced Renderer lieferte uns hierbei wunderbare Bilder. Das Compositing erfolgte in After Effects wo wir auch vom Export einer *.aec-Datei aus CINEMA 4D profitierten. So konnten wir sehr einfach noch Staubpartikel und andere Feinheiten in After Effects einfügen.
"Diesen Film zu produzieren war für uns eine riesige Herausforderung, aus der wir sehr viel gelernt haben. CINEMA 4D war dabei das perfekte Tool. Für uns haben sich Blut und Schweiß auf jeden Fall gelohnt und wir hoffen, dass wir auch weiterhin so positives Feedback zu unserem Film erhalten."
A film by
Simon Fiedler
Thomas Gugel
Christian Lerch
www.lotsof.de
Nancy's voice - Wesselina Georgiewa
Frank's voice- Oliver Arning
Music
Ben Krahl
Sounddesign
Alex Sippel
Christian Herber
Produced 2009 at university of applied sciences mainz